von Irène Steiner
„Gemeinsam mit ihrem beiden Töchtern im Teenageralter zieht die Autorin 1989 an ihren Sehnsuchtsort, die Antilleninsel Guadeloupe. Doch das Inselleben ist nicht nur idyllisch.
Prägende Begegnungen und eine stürmische Liebesbeziehung ändern ihre Sicht auf das Leben grundlegend. Sie lernt, dem Schicksal die Stirn zu bieten, aber auch die Dinge hinzunehmen, die sie nicht ändern kann. Als der Hurrikan HUGO auf die Insel trifft, gerät die Familie in Gefahr – doch aufgeben ist keine Option. Ihre eigene Geschichte soll den Leserinnen und Lesern Mut machen, auch nach Rückschlägen weiterzumachen und der eigenen Intuition zu folgen.“
Manchmal muss man sich aus seiner Komfortzone bewegen, um etwas Besonderes erleben zu können. Ich habe vor „Es stolpert sich leichter im Paradies“ noch keine autobiographische Erzählung gelesen und fand es total spannend in das Buch einzutauchen. Ich kann mein Leseerlebnis nur schwer in Worte fassen, weil mich Irènes Geschichte einfach sehr berührt hat. Sie erzählt von gescheiterten Ehen, von Freundschaften, von aufregenden Liebesbeziehungen, von Familie, Mut, Rückschlägen und Hindernissen. Sie schreibt über das Verwirklichen von Träumen und über das zu sich selbst stehen.
Die vielen Themen, Erlebnisse und Erfahrungen, die geschildert werden, haben mich berührt, mitgerissen und staunen lassen. Beim Lesen habe ich mich nach Guadeloupe entführen lassen und über die beschriebene Landschaft gestaunt. Für mich passte das Buch perfekt in die aktuelle Jahreszeit. Es ist bei mir das Gefühl von Urlaub, aber auch Abenteuer aufgekommen. Ich mochte es total, draußen auf der Terrasse zu sitzen, die Sonne zu spüren, gedanklich aber ganz weit weg zu sein. Ich konnte den Alltag für eine Weile vergessen und mich ganz dem Buch hingeben.
Irènes Schreibstil hat mich durch die Seiten getragen. Die Erzählweise fand ich angenehm und die Rückblicke haben bei mir das Gefühl ausgelöst noch näher dabei zu sein. Den Anfang empfand ich jedoch ein wenig holprig, da ich das Gefühl hatte, dass es einige Sprünge in der Erzählung gab, die ich nicht immer nachverfolgen konnte. Im Nachhinein hat es mich nicht sehr gestört, es hat aber zu Beginn des Buches dafür gesorgt, dass ich nicht ganz so schnell in den Bann gezogen war und etwas Zeit brauchte, im Buch anzukommen.
Nicht alle Erlebnisse und Erfahrungen, die Irène beschreibt, waren schön, aber sie alle haben sie und ihre Kinder stärker gemacht. Sie zu den Personen gemacht, die sie heute sind. Ich finde, dass oft vergessen wird, dass die Dinge, die man erlebt, einen großen Einfluss auf einen selbst haben. Beim Lesen dieser autobiographischen Erzählung wurde mir das noch mal sehr deutlich vor Augen geführt. Außerdem zeigt Irène in „Es stolpert sich leichter im Paradies“, dass jeder Mensch sein Päckchen mit sich herumträgt, weshalb man jeder Person Respekt entgegenbringen sollte.
Insgesamt hat mich Irènes Geschichte sehr berührt und ich habe es sehr genossen, sie zu lesen. Es war ein Schritt raus aus der Komfortzone, aber er hat sich definitiv gelohnt. Denn wenn ich eines aus dem Buch mitnehme, dann ist es, dass man seinen Träumen nachgehen sollte und sich aus seiner Komfortzone wagen sollte, um etwas Neues und Aufregendes zu entdecken und zu erleben. Ein Schritt aus der Komfortzone kann viel verändern und jede Veränderung bringt auch neue Erkenntnisse mit sich.
„Es stolpert sich leichter im Paradies“ kann ich jedem empfehlen, der oder die einen Schritt aus seiner/ihrer Komfortzone wagen möchte. Ich kann es aber auch Personen empfehlen, die gerne Autobiographische Erzählungen lesen oder Personen, die sich auf eine Insel ganz weit weg träumen möchten. Ich vergebe 4 von 5 Sterne.
„Es stolpert sich leichter im Paradies“ von Irène Steiner erschien 2024 im Self Publishing. Das Buch hat 372 Seiten, kostet € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-7584-8428-5 finden.