von Frederic Greif, Band 2 der von Panhylia | Rezensionsexemplar
Da „Die Jagd nach der Dracheninsel“ direkt an „Die Reise der Wächter“ anschließt, kann folgende Rezension Spoiler enthalten. Ich versuche jedoch, möglichst darauf zu verzichten.
„In der Elfenstadt Malerian freut sich Ragnar darauf, seine Lehre zum Wächter über die Reiche der Menschen und Elfen zu beginnen. Doch der Krieg ist bereits näher, als sie dachten, und so wird seine magische Ausbildung schon bald unterbrochen. Zusammen mit seinem Vater Balthon und seinem Freund und Mentor Vuduin versucht Ragnar, einen Weg zu finden, das Böse aufzuhalten, doch dabei führt das Schicksal sie auf unterschiedliche Pfade, die Ragnars wahre Bestimmung offenbaren oder sie in ein noch größeres Chaos stürzen.“
In der Stadt der Elfen muss Ragnar lernen, mit seinem Erbe umzugehen. Gleichzeitig wird die Gefahr, die vom Reich des Fürsten der Finsternis ausgeht, immer größer. Kann der Krieg gewonnen oder sogar verhindert werden?
Nachdem ich den ersten Band schon unglaublich unterhaltsam und spannend fand, war ich gespannt, wie es mit Ragnar weitergeht. Ragnar habe ich in diesem Buch als neugierig, gefestigt und erwachsen wahrgenommen. Er akzeptiert seine Bestimmung und versucht so wissbegierig und gewissenhaft wie möglich diese auszufüllen. Ich mochte sehr, dass am Anfang der Fokus sehr auf seine Ausbildung gerichtet war, da ich so Ragnars Charakterentwicklung sehr gut verfolgen konnte. Außerdem gab es dadurch die ein oder andere spannende Information über das Worldbuilding.
Das Erzähltempo ist anfangs ruhig und ich habe mich immer zu gefragt, was es mit dem Buchtitel auf sich hat. Doch diese Frage beantwortet sich im Verlauf der Geschichte. Toll fand ich erneut, dass man die Charaktere auf ihrer Reise begleitet und dort essentielle Fragen wie Nahrungsbeschaffung, Schlafplatzsuche und Sicherheit im Vordergrund standen. Das habe ich so in der Form selten bei Fantasy-Geschichten, sodass Ragnar dadurch heraussticht. Dadurch ist die Geschichte vielleicht für den ein oder anderen Leser „zu langweilig“, mir gefällt das jedoch sehr gut, weil es Abwechslung bringt und die Möglichkeit die Charaktere kennenzulernen. Vor allem aber ermöglicht es mir, die Dynamik der Charaktere, die sich gemeinsam auf der Reise befinden zu verfolgen. Das macht es für mich spannend. Außerdem wird die Natur sehr bildhaft beschrieben, sodass ich mir die Gegebenheiten sehr gut vorstellen konnte.
Durch die ständige Bedrohung aus dem Reich des Fürsten der Finsternis schwingt immer eine Prise Anspannung mit, was mir sehr gefällt. Auch die wechselnden Perspektiven, also dass ich als Leserin nicht nur Ragnar begleite, sondern beispielsweise auch Vuduin und Balthon, haben den Spannungsbogen hochgehalten. Das Ende hat mich dann komplett überrascht, wobei ich mit einen Cliffhanger hätte rechnen müssen. Ich bin jetzt unglaublich neugierig auf den nächsten Band, denn die Ausgangslage für diesen ist unglaublich spannend und irgendwie auch faszinierend. Ohne zu viel zu verraten, es wird möglicherweise sehr gefährlich. Außerdem gibt es noch einige offene Fragen, die andere Charaktere betreffen.
Der Schreibstil von Frederic ist gut verständlich und ich bin gut durch das Buch gekommen.
Ich vergebe 5 von 5 Sterne.
„Ragnar Die Jagd nach der Dracheninsel“ ist der zweite Band der Panhylia-Reihe von Frederic Greif. Das Buch erschien am 10.07.2026 im Selfpublishing, hat 383 Seiten (eBook), kostet 18,90€ (TB) und du kannst es unter der ISBN 978-3384921055 finden.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Frederic Greif. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.