„Dark Cinderella“

von Anya Omah; Band 1 der „Northern Royals“-Dilogie

„Wir alle wachsen mit diesen Geschichten auf. Mädchen trifft Prinz. Mädchen verliebt sich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann… Doch das ist eine Lüge. Denn nachdem meine beste Freundin einen echten Prinzen getroffen hat, ist sie spurlos verschwunden. Ich werde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um sie zu finden. Also bewerbe ich mich auf eine Stelle im Schloss und bekomme tatsächlich eine Zusage. Niemand darf wissen, warum ich wirklich hier bin. Vor allem nicht Kronprinz Maximilian. Doch schon die erste Begegnung mit ihm macht mir eines klar: Dieser Mann ist anders als erwartet. Freundlicher. Verführerischer. Verwirrender. Und das bringt nicht nur meinen Plan, sondern auch mein Herz in große Gefahr.“

Sofia möchte nur eines: herausfinden was mit ihrer besten Freundin passiert ist. Nur deshalb ist sie im KRONA. Als sie dort auf der Toilette die bewusstlose Prinzessin findet, ergibt sich die Möglichkeit, Kontakte ins Königshaus zu haben. Das ist Sofias Chance, etwas über den Verbleib ihrer Freundin herauszufinden, wenn da nicht Prinz Maximilian wäre.

Nachdem ich die Sturm-Trilogie der Autorin wahnsinnig geliebt habe, wollte ich auch Dark Cinderella lesen. Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Anya schreibt sehr mitreißend und flüssig, sodass ich in die Geschichte abgetaucht bin und diese viel zu schnell durchgelesen habe. Gelockt hat mich das Buch nicht nur, weil es von Anya ist, sondern auch mit dem royalen Setting, dem Suspense und Romance Anteil. Ich war total gespannt und neugierig, was es mit Alvas Verschwinden auf sich hat. Doch bis jetzt habe ich keine wirklichen Antworten bekommen. Dafür lag der Fokus sehr auf der Beziehung, die sich zwischen Sofia und Prinz Maximilian entwickelt. Das fand ich zwar sehr schön, spannend zu verfolgen und interessant, aber leider hat mir der suspense bzw. Krimi-Anteil dadurch etwas gefehlt. Nichtsdestotrotz habe ich immer gespürt, dass Sofia ihr eigentliches Ziel nicht aus den Augen verliert, weil sie sich immer wieder selbst daran erinnert, warum sie sich im Königspalast aufhält. Ich mochte Sofia sehr gerne, weil sie zielstrebig, schlagfertig und selbstbewusst ist. Mithilfe ihres Charakters hat Anya geschickt gesellschaftskritische Themen eingebaut. Aber auch Maximilian ermöglicht dies. An ihm mochte ich, dass er sich mit seinen Privilegien kritisch auseinandersetzt, zuhört, offen ist und seinen Mitmenschen mit Respekt begegnet, in angebrachten und notwendigen Situationen aber auch seine Position als Prinz und die damit einhergehende Autorität zu nutzen weiß. Beide Charaktere mochte ich außerdem, weil sie transparent miteinander kommunizieren, auch wenn Sofia einige Details auslässt, bei denen ich es aber verstehen kann. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht, ob Sofia herausfindet, was mit Alva passiert ist und ob ich Herzschmerz verkraften muss. „Dark Cinderella“ gebe ich 4 von 5 Sternen, weil mir der Suspense/Krimi-Anteil an der ein oder anderen Stelle zu sehr in den Hintergrund gerückt ist.

„Dark Cinderella“ von Anya Omah erschien 2025 im Kyss Verlag. Das Buch hat 446 Seiten, kostet € [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-644-01615-6 finden.

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