von Emily Greyholm; Prequel zu „Das Buch der fünf Schlüssel“
„Sein erster Auftrag führt den jungen Leutnant Benedict von Ashra an den Rand der Nördlichen Öde. Und der verspricht, alles andere als ruhmreich zu werden, denn niemand glaubt so recht daran, dass dort tatsächlich ein Troll sein Unwesen treibt und Schafe stiehlt. Mit einer kleinen Truppe königlicher Soldaten und einem nervigen Gesellen der Zauberergilde macht sich Ben auf den beschwerlichen Weg in das verschlafene Nest Uhlbargen.
Doch dann werden er und sein zusammengewürfelter Haufen von einem übermächtigen Gegner angegriffen. Im letzten Moment retten sie sich unter die Erde, nur um festzustellen, dass ihr Rückweg abgeschnitten ist. Konfrontiert mit uralter Magie und etwas, das nie hätte aufgeweckt werden dürfen, muss Benedict beweisen, dass er das Zeug zum Anführer hat.“
Benedict wird nach Uhlbargen geschickt, um einen Trollangriff zu untersuchen. Sein erster Auftrag als Leutnant. Womit er nicht gerechnet hat, ist die Wendung, die dieser Einsatz mit sich bringt.
In „Das Grab des Thuma“ habe ich Leutnant Benedict bei seinem ersten Einsatz begleitet. Er soll dem Hilfegesuch eines kleinen Dorfes nachgehen, das von einem Trollangriff berichtet. Begleitet wird er von einer Mischung erfahrener und unerfahrener Kämpfer und einem nörgelnden, nervigen Zauberer.
Ich fand die Geschichte spannend, kurzweilig und den ersten Eindruck von der Welt, die Emily geschaffen hat, sehr interessant. Ich mochte, dass die Welt lebendig wirkte, durch die Anekdoten, Mythen und verschiedene Wesen.
Außerdem war das Buch sehr kurzweilig. Ich bin sehr schnell durch die Seiten gekommen, habe den Fokus auf die Charaktere durch den hohen Anteil an Dialog sehr genossen und mochte den verständlichen, klaren Schreibstil sehr.
Das Ende lässt mich gespannt und neugierig auf die Hauptreihe zurück, denn „Das Grab des Thuma“ ist das Prequel zu „Das Buch der fünf Schlüssel“ der Autorin. Auch der erste Eindruck der Welt lässt vermuten, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt und ich bin gespannt, auf welche Reise ich mich machen kann.
Benedict war mir sympathisch. Es ist sein erster Einsatz und doch merkt man, welche Qualitäten er als Führungsperson mit sich bringt. Er bleibt ruhig, besonnen und versucht die Truppe zusammenzuhalten, in dem er kommuniziert und Fehlverhalten anspricht. Außerdem macht er seinen Begleitern Mut und sucht nach Lösungen.
Auch die anderen Charaktere fand ich spannend, wobei mir der Zauberer ziemlich auf die Nerven ging. Er hat an allem, etwas auszusetzen, nörgelt rum und macht es Benedict teilweise schwer, ruhig zu bleiben. Gleichzeitig trägt der Zauberer nicht immer dazu bei, dass alles glatt läuft oder ist gar eine große Hilfe.
Das Ende des Buches macht ebenso wie der Einblick in die Welt neugierig auf mehr. Es ist irgendwie offen und gleichzeitig schließt es das Buch ab. Mehr möchte ich nicht verraten, um nicht versehentlich zu viel zu verraten.
Ich vergebe 5 von 5 Sterne.
„Das Grab des Thuma“ von Emily Greyholme erschien 2026 im Self Publishing. Das Buch hat 145 Seiten, kostet 2,99€ und du kannst es unter der ASIN B0H9YXGSZ2 (eBook auf Amazon) finden.