„Behind Last Love“

von Lea Lightson

„Kira ist leidenschaftliche Taucherin und liebt das Leben in Nelson Bay. Seit dem Tod ihres geliebten Großvaters ist ihre Welt ein einziges Durcheinander. Als Edmond, Großvaters damals bester Freund, den Souvenirladen, das Dolphins erbt, muss sie sich nicht nur um das Geschäft, sondern auch um ihre Trauer kümmern.

Eines Tages taucht Connor, der Beachboy von Nelson Bay auf. Freches Grinsen, geheimnisvoller Blick. Kira spürt widerwillig ein Kribbeln zwischen ihnen – doch es ist kompliziert. Als plötzlich einer der Delfine spurlos verschwindet, und die Delfinjäger wieder auf den Plan rücken, weicht Connor ihr nicht von der Seite.

Wird sie es schaffen, die Geheimnisse des Meeres und die von Nelson Bay zu lüften und ihr Herz für immer zu heilen?“

Kira trauert um ihren geliebten Großvater. Von Edmond, dem besten Freund ihres Großvaters fühlt sie sich im Stich gelassen. Er hat das Dolphins geerbt und doch muss Kira die ganze Arbeit allein erledigen. Eines Tages steht Connor plötzlich als neuer Kollege vor ihr. Durch die gemeinsame Arbeit lernen sie sich besser kennen und kommen sich näher. Alles scheint gut zu sein. Doch dann tauchen Delfinjäger auf und bedrohen den Frieden in Nelson Bay.

Ich muss zugeben, dass ich nach dem Klappentext eine etwas andere Geschichte erwartet habe, als ich letztendlich gelesen habe. Kira liebt die Delfine, die sie retten und gesund pflegen konnte, über alles und verbringt die meiste Zeit auf dem Meer oder im Dolphins und bei den Schutzbecken. Auf Edmond ist sie nicht sehr gut zu sprechen, weil er sie mit der ganzen Arbeit alleine lässt. Hinzu kommt, dass sie immer noch um ihren Großvater trauert, aber gar keine Zeit hat, mit der Trauer umzugehen. Kira ist eher eine Einzelkämpferin. Sie macht viel mit sich selbst aus, erzählt aber auch viel ihrer besten Freundin, die ihr jedoch nicht wirklich helfen kann oder helfen will? Auf mich wirkte es an einigen Stellen so, als hätte ihre beste Freundin schon aufgegeben, Kira Ratschläge zu geben, weil sie weiß, dass Kira diese eh nicht umsetzt. Das fand ich etwas schade, weil die Freundschaft für mich dadurch auch an einigen Stellen nicht so greifbar war. Auch konnte ich keine enge Verbindung zu Kira aufbauen. Ich mochte sie zwar ganz gern, mehr aber auch nicht. Fand ich persönlich etwas schade, hatte aber keinen großen Einfluss auf mein Leseerlebnis.

Das Aufeinandertreffen von Kira und Connor sowie das gegenseitige besser kennenlernen hat mir sehr gefallen. Ich fand es sehr schön zu begleiten, wie sich Kiras Ablehnung Connor gegenüber in Zuneigung gewandelt hat. Außerdem fand ich es schön, wie Missverständnisse und Misskommunikation aus dem Weg geräumt wurden. Mir hat es sehr gefallen, die beiden auf ihrer Reise sich gegenseitig besser kennen und lieben zu lernen, zu begleiten.

Das Buch ist insgesamt sehr ruhig und lebt neben der Liebesgeschichte vor allem auch durch Kiras Arbeit im Dolphins und mit den geretteten Delfinen. Den Aspekt mit den Delfinen fand ich sehr schön in die Geschichte eingebunden. Lea Lightson macht damit auf ein wichtiges Thema aufmerksam. Ich konnte richtig spüren, wie eng die Verbindung zwischen Kira und den Delfinen ist. Wie dankbar die Delfine ihr für ihre Rettung und Pflege sind. Das hat mich sehr berührt. Gegen Ende kam dann etwas Nervenkitzel und Spannung auf. Durch den Klappentext war ich darauf sehr neugierig, aber irgendwie war es dann nicht so wie erwartet. Es war zwar spannend, konnte mich aber nicht so sehr abholen. Ich habe leider das Gefühl, dass im Klappentext auf diesen Aspekt bezogen, zu viel angeteasert wird, das am Ende nicht vorkommt. Außerdem wirkte dieser Thrill-Aspekt auf mich etwas zu sehr gewollt in die Geschichte eingebaut. Er hat sich meiner Meinung nach zu spät aufgebaut und wurde dann zu schnell abgehandelt. Auch einige Elemente innerhalb dieses Thrill-Abschnittes wirkten zu dick aufgetragen und übertrieben. An sich finde ich die Idee richtig gut, aber die Umsetzung war nicht gut und das fand ich besonders schade.

Lea Lightsons Schreibstil hat mir gefallen. Ich fand die Mischung aus locker-leicht und poetisch sehr schön. Es gab wirklich einige Textstellen, deren Formulierung mir wirklich wirklich gut gefallen hat. Ich bin außerdem echt gut in die Geschichte reingekommen. Die kurzen Kapitel ließen sich richtig gut lesen und dadurch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Trotz der insgesamt eher ruhigen Geschichte habe ich das Buch unglaublich schnell durchgelesen.

Insgesamt fand ich die Geschichte ganz süß und nett, vor allem für Zwischendurch und zum Abschalten. Ich fand es jedoch schade, durch den Klappentext etwas andere Erwartungen an die Geschichte gehabt zu haben und dass der Thrill-Aspekt nicht so gut gelungen ist, sondern konstruiert und erzwungen wirkte. Der Schreibstil, der mich durch das Buch getragen hat, hat mir dagegen sehr gefallen und mein Leseerlebnis positiv beeinflusst.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne.

„Behind Last Love“ von Lea Lightson erschien 2024 im Self Publishing. Das Buch hat 332 Seiten, kostet 16,00€ [D] und du kannst es unter der ISBN 979-8321786048 finden (die Angaben beziehen sich auf das TB).

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung